Remember the Milk - to-do Listen nicht nur für Milchtrinker
8. März 2009 – 16:47
Wir leben in der Informationsgesellschaft, wie leben in der Zeiten von erweiterter Verantwortung und von Jobs die früher von 2 Personen besetzt wurden.
Informationen, Pflichten, Termine und und und … sind heute für viele von uns nicht mehr leere Phrasen sondern wichtige Bausteine des alltäglichen Leben.
In so einem Falle ist natürlich das Fernstudium mit zusätzlichen Verpflichtungen und Terminen nochmal eine Schippe oben drauf.
An was muss man als Fernstudent nicht alles denken:
- Anmeldungen zu Prüfungen und Klausuren
- Präsenzterminen
- Abgabetermine für Hausarbeiten und Einsendeaufgaben
- Rückgabetermine von geliehenen Büchern
- Klausur- oder Präsenzvorbereitung
- Teilziele im lernen/lesen/zusammenfassen
- usw.
Da man meist mehr als ein Modul/Fach bearbeitet multipliziert sich natürlich von Natur aus schon die Anzahl der Termine und Zeitpunkte, an denen man sinnvollerweise etwas tun sollte.
Neben Stift und Papier, Kalender oder Outlook gibt es noch eine weitere Möglichkeit, bei der man vor allem eines ist flexibel.
Zugegeben, RTM (Remember the Milk) entfaltet vor allem seine Vorteile, wenn man es auch in anderen Bereichen als der Studienorganisation verwendet - aber ein guter Einstieg kann es sicherlich sein.
Was um Himmels willen ist denn nun RTM?
Bei RTM handelt es sich um eine unendlich große to-do Liste, welche man nie bei sich tragen muss sondern von jedem Rechner der Welt Zugang erhält.
Um neue Aufgaben darauf zu platzieren oder alte als erledigt zu setzen kann man sich somit überall einloggen, man sendet eine eMail an eine spezielle Adresse oder man wird Pro-Mitglied und erledigt das ganze auf seinen Handy oder iPhone.
Zur besseren Übersicht hier einmal die Fakten rund um den Dienst in kurzform:
- einfache und übersichtliche Web-Präsenz
- über jeden internetfähigen Rechner weltweit zu erreichen
- Simples Konzept, welches auch an schwierige Sachverhalte Anpassbar ist (Kontextlisten, Tags, Orte usw.)
- neue Aufgaben auch per eMail einreichbar
- Erinnerungsfunktion auf vielen verschiedenen Kanälen (eMail, SMS, Instant Messanger usw.)
- schnell erlernbare Bedienung
- kaum unnötige Funktionen
Und warum sollte ich als Fernstudent meine Zeit mit diesem Dienst verschwenden?
Welche Möglichkeiten bieten sich nun für den Fernstudenten, diesen Dienst zu nutzen?
1. Die Zentralität
Der Vorteil Nummer eins bei RTM ist, dass die Informationen, Termine, to-do’s zentral abgelegt sind. Arbeitet man beispielsweise nach dem GTD oder ZTD Prinzip hat man hier gleich eine relativ einfach Möglichkeit seine Aufgaben zu strukturieren.
Um so mehr Teilbereiche des Lebens in RTM Platz finden, um so häufiger nutzt man natürlich den Dienst und um so regelmässiger setzt man sich mit seinen Terminen und Aufgaben auseinander.
Keine verschiedenen Kalender mehr, keine daheim vergessenen Taschenkalender, keine einzelnen Fresszettel mit Terminen.
2. Die Einfachheit
Wer etwas internetaffin ist, wird sich bei RTM schnell einleben. Die Seite hat vom Aufbau und vom Design her den spröden Charme der Google-Dienste. Das heisst im Umkehrschluss aber auch, dass hier ebenfalls eher der Nutzen denn das “Bling-Bling” im Vordergrund stehen.
Nach der schnell zu erledigenden Anmeldung steht man einer bereits automatisch eingerichteten 3-Teilung entgegen. Eine Liste für Arbeit, eine für privates und an das Studium wurde auch gedacht. Wer möchte kann hier eigene Listen für einzelne Teilbereiche anlegen, allerdings reichen 3 durchaus aus.
Der nächste Vorteil ist, die Benutzung über Tastatur-Shortcuts. Hier ein kleiner Einblick für alle RTM Neulinge:
T (wie Task)
ermöglicht das Erfassen einer neuen Aufgabe, sprich T drücken und Name der Aufgabe eintragen, bestätigen und fertig
D (wie due)
gleich ein D hinterher und schon springt RTM in das “Fälig” Feld. Hier ist einer der Vorteile der intuitiven Bedienung. Man benötigt keinen Kalender sondern nur ein gutes Gefühl. RTM erkennt Angaben wie “Montag, Morgen, 1 Monat, in 2 Wochen” usw.
möchte man weitere Attribute der Aufgabe pflegen springt man mit Tab einfach weiter… wobei die Pflege weiterer Schritte schon wieder über den simplen Ansatz hinausgeht. Dennoch kann es sinnvoll sein diese auch für die Studienorganisation zu nutzen.
F (wie… frequenzy)
Möchte man eine Aufgabe wiederholen lassen reicht auch hier ein intuitiver Eintrag wie “alle 2 Wochen” und RTM trägt es richtig ein.
Darüber hinaus kann man seine Aufgaben noch taggen (s), einen Ort hinterlegen (l) oder eine Notzi anhängen (y)
In der täglichen Arbeit gibt es noch 2 wichtige Dinge:
c (wie complete)
Hiermit setzt man eine Aufgabe auf erledigt und kann sich somit noch schneller mit der entsprechenden Belohnung dafür motivieren
p (wie postpone)
Wenn mal etwas nicht so klappt wie man es soll, kann man hiermit einen Termin auf den nächsten Tag verschieben. Damit man etwas für sein schlechtes Gewissen tut, ist RTM so frei die Anzahl der Verschiebungen dezent mit auszugeben.
Und was genau mache ich nun als Fernstudent mit diesem Dienst?
Mit dem Dienst kann man prima wichtige Termine für sein Studium organsieren, jederzeit neue Termine und Aufgaben eintragen und vor allem seine Teil- und Unterziele sehr gut in der Übersicht halten.
Hier ist nur ein kleiner Auszug aus dem wofür ich pers. RTM nutze. Ein Auszug nur deswegen, da ich unter der Woche einige Teilziele mehr eintrage wie z.B. “SB4 Fach XY, lesen bis Seite ABC” o.ä.
Zu meinen Aufgaben lasse ich mich meist einmal am Tag von RTM informieren, ich pers. erledige das per eMail - allerdings kann es natürlich auch sinnvoll sein dies per ICQ erledigen zu lassen, wenn man dort z.B. öfter aktiv ist.
Sicherlich gibt es andere Dienste und andere Möglichkeiten seine Aufgaben und Ziele im Auge zu behalten. Dennoch ist in diesem Tool einiges gebündelt das man sonst suchen muss. Die Einfachheit, die deutsche Oberfläche (ist ja für den ein oder anderen nicht ganz unwichtig), die hohe Geschwindigkeit und die Flexibilität ermöglichen so den schnellen Einstieg.
Der Vorteil zur Pen&Paper Möglichkeit liegt auf der Hand - man ist schneller, nur eben vllt. nicht immer unabhängig. Dafür muss man für eine mögliche Produktivitätssteigerung nichts bezahlen und kann vor allem in anderen Lebensbereichen Synergieeffekte erzielen.
Allen Interessierten wünsche ich viel Spaß beim testen, eventuell könnt Ihr ja einmal ein kurzes Feedback geben oder Wünsche, Anregungen und Kritik hierzu äußern.

